Die im Mittelalter erbaute Burg Layen befindet sich seit dem Jahr 1802 in ununterbrochenem Besitz der Familie Diel. Armin Diel übernahm das traditionsreiche Weingut 1987 in der sechsten Generation und die Zukunft hat im Schlossgut bereits begonnen: Tochter Caroline ist mit dem überaus talentierten Kellermeister Christoph Friedrich für die Weinbergs- und Kellerarbeit verantwortlich, während Sohn Victor sich erfolgreich um die Vermarktung der Weine im In- und Ausland kümmert.
Schlossgut Diel ist heute in erster Linie für seine Weißweine berühmt, die 90 Prozent der Rebfläche ausmachen. Zwei Drittel der insgesamt 17 Hektar sind mit Riesling bepflanzt, der Rest mit weißen und roten Burgundersorten. Letztere reifen seit den 80er Jahren in kleinen Eichenholzfässern, die zum Teil jedes Jahr erneuert werden.
Die beiden Prestige-Cuvées der Burgunderlinie sind Armin Diels Kindern Caroline (rot) und Victor (weiss) gewidmet. Diese außergewöhnlichen Weine findet man vor allem auf den Weinkarten der Spitzengastronomie.
Die wertvollsten Weinberge des Gutes liegen in der Gemarkung der Nachbargemeinde Dorsheim und sind ausschließlich mit Riesling bepflanzt: Goldloch (5 Hektar), Burgberg (1,8 Hektar) und Pittermännchen (1 Hektar). Interessanterweise wechselt das Terroir von einem Weinberg zum anderen, was sich eindeutig im Charakter der Weine niederschlägt: Das Pittermännchen ist von Blauem Schiefer geprägt, das Goldloch von Kieselsteinen und der Burgberg von Taunusquarzit. In diesen steilen Südlagen erzeugt Schlossgut Diel trockene Große Gewächse, elegante Spätlesen und edelsüße Auslesen. Bereits im Jahr 1901 wurden diese drei Weinberge als Spitzenlagen dokumentiert, als sie bei einer preußischen Grundsteuerkartierung in die höchste Kategorie eingestuft wurden.