Gute Kenntnisse über die Struktur des Weinanbaus in den Bereichen Südpfalz und Mittelhaardt, Besichtigungen vieler Weinberge, Gespräche mit Traubenproduzenten, Kommissionären und Weinfachhändlern, gepaart mit der Freude gute Weine selbst zu machen, führten schließlich zur Idee der selbstgesteuerten Produktion. Und zwar ohne sich durch Pacht oder Kauf von Weinbergen langfristig auf bestimmte Lagen zu fixieren.

Manch gute Parzelle in der Gegend wird mit Überertrag beansprucht oder nicht einwandfrei bewirtschaftet - was im besten Falle nur zu durchschnittlichen Weinen führt. Was wäre, wenn man den Besitzern dieser Weinberge einen erträglichen Festbetrag pro Hektar garantiert, um das Qualitätspotenzial bestmöglich auszuschöpfen?
Diese Idee wurde im Jahrgang 2007 erstmals umgesetzt. Mit Traubenanbauern, denen man das Vorgehen im Weinberg während der Vegetationsphase der Rebe vorgibt, wurden Verträge zur Produktion optimalen Leseguts geschlossen. Häufige Kontrollen in den Weinbergen im Laufe der Vegetationszeit sollen zu bestmöglichem Lesegut führen. Zu den Traubenproduzenten - erfahren und vertraut mit den Eigenheiten ihrer Weinberge - entstand oft eine freundschaftliche Kooperation, die beide Seiten profitieren lässt.
Die Übernahme der Trauben erfolgt direkt nach der Lese noch am Weinberg. So kommen sie schonend und schnell ins Weingut. Das Ziel ist die optimale Qualität des Rebstocks. Sind die Trauben erst einmal im Keller, sollte der Einfluss nur noch minimal sein: "Was in der Traube nicht ist, kann im Keller nicht entstehen".