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 Blick auf Schloss Johannisberg Foto: DWI/Hartmann
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Der Rheingau ist eines der bekanntesten Anbaugebiete Deutschlands und genießt weltweit einen hervorragenden Ruf. Neben der Mosel ist er das im In- und Ausland bekannteste Weinanbaugebiet Deutschlands. Bekannt ist die Region für ihre großen, traditionsreichen Weingüter, wie Schloss Vollrads, Schloss Reinhartshausen, Schloss Johannisberg und Kloster Eberbach. Es wurde im 12. jahrhundert von burgundischen Zisterziensermönchen gegründet und war nicht nur Schauplatz des Film-Klassikers "Im Namen der Rose", sondern auch der bedeutendste Weinhandelsbetrieb im Mittelalter. Schloss Johannisberg gilt übrigens auch als Wiege der Spätlese. 1775 wurde dort die erste offiziell notierte Spätlese eingebracht. Die Riesling- Spätlesen sind noch heute die Vorzeigeweine.
Eine weitere Errungenschaft ist die Perfektion der Auslese edelsüßer Trauben. Neben den alten Klostergütern ist noch die Forschungsanstalt Geisenheim, eine der berühmtesten Weinbauschulen der Welt, im Rheingau ansässig. Mit rund 3.200 Hektar und einer Ausdehnung von 30 Kilometern von Flörsheim, rechtsrheinisch über Wiesbaden bis Lorchhausen zählt das Gebiet zu den kleinsten Weinbauregionen Deutschlands.
Im Rheingau wird fast ausschließlich Riesling angebaut. Er nimmt ca. 80% der Rebfläche ein. Liebhaber trockener und halbtrockener Weine kommen voll auf ihre Kosten. Die durch den Taunus geschützten Rebhänge und die breite Wasserfläche des Rheins sind die idealen Bedingungen für große Rieslingweine. Neben dem Riesling machen noch Spätburgunder, besonders aus Assmannshausen, und Müller- Thurgau auf sich aufmerksam.
Hauptrebsorten: Riesling (78%), Spätburgunder (13%), Müller-Thurgau (2%)
Geographische Lage:
beginnend am Untermain südlich von Wiesbaden rechtsrheinisch bis Lorchhausen nördlich von Rüdesheim am Rhein
Klima:
Vom Taunus geschützt, milde Winter und warme Sommer, Temperaturmittel 10,6° C
Böden:
schwere tertiäre Mergelböden; Schiefer, Quarzit, Kiesel und Sandstein; Lehm; tiefgründige, meist kalkhaltige Böden aus Sandlöß oder Löß; mittel- und tiefgründige Phyllitschiefer
Rebfläche:
ca. 3100 ha, 1 Bereich, 11 Großlagen, 129 Einzellagen