
Gegründet 1811, zerstört im Zweiten Weltkrieg, wieder begründet im Jahr 1997 – wohl kaum ein Berliner Lokal war über einen so langen Zeitraum Teil der deutschen Kulturgeschichte wie das Lutter & Wegner am Gendarmenmarkt. Unzählige Dichter, Denker und Künstler ließen sich hier inspirieren – der legendäre E.T.A. Hoffmann, der »letzte Romantiker« Heinrich Heine, der Dramatiker Christian Dietrich Grabbe, die Romanciers Willibald Alexis und Gustav Freytag, der Schriftsteller und Journalist Karl Gutzkow und viele andere. Selbst wer nicht zu den Stammgästen gehörte, kam an dieser »Institution« nicht vorbei. Der Berliner Dichter Wilhelm Raabe spöttelte 1857 über das »Butter und Wagener am Gänsemarkt«, Kurt Tucholsky pries in den 1920er Jahren dessen besonderes Flair und Vicco von Bülow (alias Loriot) fragte sich 2002: »Warum esse ich nicht jeden Tag hier?«
Dieses Buch beschreibt die Geschichte und die Geschichten, die sich mit dem Namen Lutter & Wegner seit nunmehr 200 Jahren verbunden haben.
Matthias Zimmermann
, geboren 1980 in Halle/Saale, studierte Germanistik, Philosophie und Medienwissenschaften in Potsdam und im dänischen Roskilde. Er lebte drei Jahre in West-Afrika, unternahm längere Sprachreisen nach Frankreich und England und reiste nach seinem Studium mehrere Monate durch Südostasien.
Seit 2007 arbeitet Matthias Zimmermann als Lektor im Sachbuchbereich und Lehrer für Deutsch als Fremdsprache.